WASSERVERSORGUNG
Das Wasser ist in ganz Ägypten ein zentrales Thema, denn wo nicht bewässert wird ist Wüste. Nichts wächst von alleine. Dieser Aufwand kostet die Landwirtschaft viel Geld. Seit dem Bau des Staudammes sollte die Agrarfläche entlang des Nilufers ausgedehnt werden, doch die Landwirtschaftliche Nutzung geriet eher in Stagnation. Es wurde sogar ein Rückgang verzeichnet, weil die Bauern zuviel in die Errichtung von Wasserkanäle investieren müssen. Ausserdem ist das Benzin teuer, welches zum Antrieb der Wasserpumpen benötigt wird.
Da wir uns direkt am Nasser-Stausee befinden, pumpen wir von dort aus unser Giesswasser, welches dann durch ein komlexes, von Hand gegrabenes, Kanalsystem fliesst. Die ganzen Felder mussten vorher geebnet werden, damit das Wasser überall hingelangt und sich regelmässig verteilt. Doch anfänglich hatten wir mit Flut und Ebbe des Sees zu kämpfen. Manchmal war der Wasserpegel tagelang so tief, dass unsere Pumpe das Wasser nicht erreichen konnte. Bei fünfzig Grad Hitze reichte die Manuelle Bewässerung nicht mehr aus und die Felder trugen einen Schaden davon. Also war Khaled gezwungen mit dem Bagger einen tiefen Graben am Ufer des Sees auszuheben, wohin das Wasser auch bei Ebbe noch hingelangen kann.





